Innere Umbauten

 

»Der Punkt, wenn man an dem Punkt ist und keinen Punkt macht.« 

Oder doch? Oder doch nicht? Und was ist eigentlich Liebe? Und was ist Gewohnheit? Und warum fällt es so schwer, allein zu sein? 

Die meiste Zeit des Lebens vergeht, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen, Dinge nehmen ihren Lauf und oft vergisst man, wie sie früher einmal waren

und was man dachte, wie sie heute wären. Und doch gibt es diese grundlegenden Momente, in denen sich alles verändert, was gerade noch alltäglich war.

Das gilt vor allem für die Liebe. Wir gewöhnen uns schnell daran, zu jemanden zu gehören und mit demjenigen eine Art Symbiose zu bilden, geht diese dann auseinander, ist es so, als ob man einen Teil von sich selbst verloren hätte. Mein Buch handelt vom Vermissen, vom Erinnern und schließlich von der Suche,

nach dem, der man gerne sein würde und dem, der man schon jetzt ist. Ich habe mich zeichnerisch und in reduzierter Textform mit diesem Prozess beschäftigt,

der sich vor allem in der ehemals vertrauten und nun plötzlich fremden Umgebung des Zuhauses und anderer bekannter Orte abspielt. Die Geschichte verzichtet darauf, konkrete Personen oder Begebenheiten zu beschreiben, es geht vielmehr darum, die subjektive Wahrnehmung eines Einzelnen zu zeigen und Momente festzuhalten, die den meisten Menschen bekannt sind und in denen sich der Betrachter selbst wiederfinden kann.